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Großes Dankeschön

Unser Benefizspiel gestern in Hannover… Wer im Stadion oder vorm TV dabei war, wird mir Recht geben: Es war der absolute Wahnsinn! Fast 4.500 Fans im Stadion, die super Stimmung gemacht und uns unterstützt haben. Das ist keine Selbstverständlichkeit und deswegen sind wir sehr froh, dass Ihr unserer Einladung gefolgt seid. Es war wirklich atemberaubend, wie Ihr diesen Nachmittag in einen Fußballfest für die ganze Familie verwandelt habt. Das haben mir so auch die 96-Freunde und meine Werderaner bestätigt. In diesem Sinne: Auch an sie ein riesen Dankeschön. Ailton, Wiese, Klasnic, Borowski, Baumann und wie sie nicht alle heißen… Diese Werder-Legenden von einst zusammen mit der hoffentlich goldenen Generation von heute; es war überragend, das erleben zu dürfen. Vor allem die, die noch aktiv sind, haben dafür einiges auf sich genommen und ihren Urlaub für dieses Benefizspiel unterbrochen. Das ist ebenso wenig eine Selbstverständlichkeit, wie beispielsweise die weite Anreise von Jurica Vranjes, der extra aus Kroatien nach Hannover gekommen war. Aber das gilt im Grunde für alle. Tenor in der Kabine war dann nach dem Spiel auch: Es hat sich gelohnt. Es war ein tolles Wiedersehen. Das, und auch das soll nicht unerwähnt bleiben, perfekt von Timo Mertesacker und seinem Team sowie von Christian Stoll, dem Werder-Stadionsprecher, organsiert worden ist. Auch an das Team hinter den Kulissen: Vielen Dank, Ihr wart toll! Tolle Unterstützer hatten wir außerdem aus der Wirtschaft und so konnten wir uns am Ende über einen Erlös in Höhe von 100.000 Euro freuen. Per und ich teilen den Betrag jeweils zur Hälfte auf unsere Stiftungen auf. Das ist toll. Wir werden damit unsere Projekte, die sich ja in beiden Fällen auf Kinder konzentrieren, voranbringen. Deswegen nochmals auf diesem Weg: Vielen, vielen Dank! Per und ich hoffen, dass Ihr gestern einen tollen Tag hattet! Wir hatten Ihn auf jeden Fall und haben uns sehr gefreut!

In eigener Sache

Liebe Freunde, liebe Fans, liebe Weggefährten,

heute ist kein leichter Tag für mich. Wie Ihr sicher mitbekommen habt, werde ich meine Karriere nach dem Saisonende nicht fortsetzen. Dieser Schritt fällt mir sehr schwer. Selbstverständlich wäre ich lieber als Aktiver vom Platz gegangen, aber es sollte nicht so sein. Dieses letzte Spiel, dieser letzte Einsatz im Werder-Trikot, ist mir leider nicht vergönnt und man kann nur schwer formulieren wie sehr ich das bedauere.

Die Verletzung im Sprunggelenk, die ich mir vor einigen Wochen zugezogen habe, macht mir nach wie vor zu schaffen. Ich hatte immer den Anspruch an mich selbst, meine Aufgaben mit einer 100%igen Fitness anzugehen, meine Ziele zu verfolgen und diese auch zu erreichen, eben wirklich Alles zu geben. Das werde ich nicht mehr leisten können und an diesem Punkt bin ich mir – und auch Euch – schuldig, das einzugestehen. Denn nur unter den genannten Umständen hätte es Sinn gemacht, weiter auf höchstem Niveau Fußball zu spielen.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und „Danke“ sagen. Vielen Dank an meine Verlobte, meine Familie und Freunde, die mich immer gestärkt und mir den Rücken freigehalten haben. Vielen Dank an Euch, die Ihr mich jahrelang begleitet und mir Eure Empathie geschenkt habt. Ausnahmslos Ihr Alle wart für mich immer Auszeichnung und Ansporn zugleich. Ohne Euch, die Fans in der Kurve und auf den Tribünen, wäre der Fußball nichts. Ohne Euch gäbe es keine Atmosphäre, durch Euch lebt das Spiel. Vielen Dank möchte ich aber natürlich auch denen sagen, die mich sportlich begleitet, unterstützt und vorangebracht haben. Das beginnt bei den Jugendtrainern in Erfurt, geht weiter über diejenigen, die den Mut hatten, mich als unerfahrenen Spieler nach Karlsruhe zu holen, weiter über Leverkusen, wo ich erstmals Erstliga-Luft atmen durfte. Und selbstverständlich gilt ein ganz großes Danke meinen Mitspielern und Trainern, die zu Weggefährten wurden mit denen ich durch dick und dünn gegangen bin. Und ein besonders großer Dank geht an Bremen, wo ich meine zweite, „erste Heimat“ gefunden habe.

Für mich endet in diesen Tagen ein Lebensabschnitt. Und ich betrachte dieses Ende mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich kann fast ausnahmslos auf positive Erlebnisse zurückblicken und habe unglaubliche Erfahrungen sammeln dürfen, die mich zu dem Menschen machen, der ich heute bin. Aber mir werden die Samstage fehlen, das Einlaufen ins Stadion, mit all der Energie und dem Glauben an uns seitens der Fans, das Zusammensein mit der Mannschaft, das tägliche Training, all die Gefühle, die jahrelang mein Leben gesteuert und bestimmt haben. Aber diese Gefühle gehören auch weiterhin zu mir, mein Herz wird immer für den Fußball schlagen und wie ich oben schon sagte, dieser Schritt fällt mir alles andere als leicht.

Und dennoch… Wie einige von euch wissen, beginnt für mich auch privat ein neuer Lebensabschnitt. Im Sommer werde ich Vater und ich freue mich sehr auf eine Zukunft mit meiner kleinen Familie. Dafür werde ich mir eine Auszeit nehmen, um dann mit neuem Elan und ganzem Herzen zurückzukehren – zu neuen Aufgabenbereichen und Herausforderungen, auf die ich mich jetzt schon freue.

Vielen Dank für all die Unterstützung und Euer Vertrauen in all den Jahren,

Wir sehen uns bald wieder,

Euer Clemens

Benefizspiel am 3.6. in Hannover

Hallo in die Runde,

der eine oder andere hat es vielleicht schon mitbekommen: Per und ich werden Anfang Juni gemeinsam ein Benefizspiel organisieren, um möglichst viel Geld für den “Guten Zweck” einzusammeln. Die Einnahmen fliessen jeweils zur Hälfte in unsere Stiftungen. Alle Infos rund ums Spiel wird es hier geben. Und natürlich auf den Seiten von Per. Der Ticketverkauf, das ist sicherlich gut zu wissen für Euch, wird von Hannover 96 abgewickelt. Dafür sind wir sehr dankbar! Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn Ihr auch nach Hannover kommt! 

Werder vs. 1. FC Köln

Hallo,

erst mal vielen Dank für die vielen Genesungswünsche,  die mich seit gestern erreicht haben. Mein Rücken macht mir tatsächlich sehr zu schaffen. Ob es für das Spiel in Hoffenheim reicht, kann ich wirklich erst kurz vor knapp entscheiden. Aber ich gebe natürlich Gas, damit es klappt. Ansonsten bin ich noch etwas hin- und hergerissen, wie ich das Unentschieden gegen Köln finden soll. Einerseits sind wir jetzt vier Mal in Folge unbesiegt geblieben und haben acht Punkte geholt. Andererseits sind es ja vor allem die Heimspiele, die wir gewinnen wollen und müssen. Gegen Köln waren wir aber streckenweise ganz weit weg von einem möglichen Dreier. Nun gut… Am Mittwoch in Hoffenheim werden die Karten neu gemischt. Hoffenheim will oben dran bleiben; wird sich also nicht hinten reinstellen, sondern wird das Spiel machen wollen. Das kommt uns entgegen. Aber warten wir´s ab. Danach ist Winterpause. Die ersten Tage werde ich bei meinen Eltern in Erfurt verbringen. Da freue ich mich sehr drauf. Wie verbringt Ihr Weihnachten?

Hertha vs. Werder

Hallo an Alle,

und natürlich einen schönen dritten Advent! Meiner ist auf alle Fälle schön gewesen, denn ich glaube, dass wir gestern das beste Auswärtsspiel seit langem gemacht haben. Wenn wir uns etwas vorwerfen lassen müssen, dann die Chancenverwertung. Unterm Strich können wir sogar deutlicher gewinnen. Aber danach fragt niemand mehr. Wir haben jetzt sieben Punkte aus den letzten drei Spielen geholt. Beim Blick auf die Tabelle wird aber auch sichtbar, wie wichtig diese Miniserie war. Dadurch, dass die Konkurrenz auch immer wieder – und zum Teil überraschend – punktet, standen und stehen wir unter Zugzwang. Zwei Spiele sind es noch bis Weihnachten. Nächste Woche kommt Köln zu uns und danach reisen wir nach Hoffenheim. Das werden noch mal zwei ganz schwere Spiele, aber ich bin guter Dinge, dass wir noch was holen bis zur Winterpause. Dann kann ich auch in Ruhe die letzten Weihnachtsgeschenke besorgen ;-) Wisst Ihr schon, wie Ihr die Feiertage verbringt?

PS: Vielen Dank für die Glückwünsche! Ich hatte einen wirklich schönen Geburtstag und habe mich sehr über die zum Teil sehr persönlichen Worte gefreut! Danke!

Hamburg vs. Werder

Das war ein Spiel, in dem man beiden Mannschaften die Verunsicherung der vergangenen Wochen deutlich angemerkt hat. Und ich bin natürlich extrem enttäuscht, dass wir nicht mehr als einen Punkt aus Hamburg mitgenommen haben. Tatsache ist, dass wir zwei Mal nach Rückstand zurückgekommen sind. Und dass wir durch dieses Remis den HSV zumindest auf Abstand gehalten haben. Das ist aber auch alles Positive an diesem Nachmittag gewesen. Negativ ist ohne jeden Zweifel, in welcher Art wir wieder die Gegentore kassieren. Das geht viel zu einfach und erinnert mich an alte Zeiten, die wir vor Monaten schon überstanden geglaubt hatten. Aber alles Zaudern und Lamentieren bringt uns jetzt eben auch nicht weiter. Nächste Woche haben wir ein echtes Sechs-Punkte-Spiel vor der Brust. Ingolstadt kommt und im Grunde brauchen wir wieder die Stimmung von „This is Osterdeich“. Ohne die Brisanz unnötig nach oben schrauben zu wollen, muss allen klar sein: Ein Sieg ist Pflicht, sonst wird der Advent ungemütlich. Danach spielen wir noch gegen Berlin, Köln und Hoffenheim. Das sind Mannschaften, die vorne stehen. Soll heißen: Es wird nicht einfacher bis zur Winterpause. Optimistisch macht mich aber, dass wir diese Situationen kennen und damit umgehen können. Und bei Euch so? Wie war Euer erster Advent?

Schalke 04 vs. Werder

Die dritte Niederlage hintereinander. Da gibt es nichts zum Schönreden. Wir haben drei Mal einen enorm hohen Aufwand betrieben und stehen unterm Strich mit leeren Händen da. Dass wir dadurch auf den Relegationsplatz abgerutscht sind, macht die Situation nicht einfacher. Positiv anzumerken ist sicher, dass wir vor allem in der ersten Halbzeit auf Schalke in der Abwehr über weite Strecken gut gestanden haben. Zur Wahrheit gehört aber natürlich auch: So, wie die ersten beiden Tore fallen, dürfen keine Gegentore fallen. Da schlafen wir; Schalke war einfach wacher. Und so bringen wir uns dann um den Lohn der Arbeit. Jetzt ist Länderspielpause. Die müssen wir nutzen. Ich bin guter Dinge, dass wir nach der Pause personell wieder etwas mehr aus dem Vollen schöpfen können. Max Kruse arbeitet konzentriert an seinem Comeback. Pizza stand gegen Schalke sogar schon wieder auf dem Platz. Beide erhöhen, wenn sie fit sind, die Qualität immens. Die nächsten Gegner heißen Frankfurt, Hamburg, Ingolstadt. Heißt: In zwei Duellen geht’s gegen direkte Konkurrenten im Keller. Wichtige Wochen also, die da vor uns liegen…

Werder vs. Freiburg

Ich glaube, zum Spiel gegen Freiburg habe ich genug gesagt. Die erste Halbzeit war katastrophal und in der zweiten Halbzeit war die Steigerung viel zu gering, um den Freiburgern an diesem Tag Paroli bieten zu können. Das war insgesamt ein Rückschlag, für den keineswegs ein einzelner Spieler, sondern die gesamte Mannschaft verantwortlich ist. Klar, Konjunktive nützen uns nichts. Aber wenn wir in Führung gehen, was ja durchaus möglich war, läuft das Spiel sicher anders. Und auch wenn Durchhalteparolen immer abgedroschen klingen: Wir müssen einfach weiter an uns arbeiten und das machen wir natürlich. Zumal ja auch nicht alles schlecht war. Nächsten Sonntag wartet jetzt Schalke 04 auf uns. Die sind mit einem angeschlagenen Boxer zu vergleichen. Schalke hat zwar nur einen Punkt mehr als wir, aber bei der Qualität der Mannschaft ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie weiter oben in der Tabelle zu finden sein werden. Andererseits ist das Spiel dort ein Spiel, in dem wir nichts zu verlieren haben. Und ich erinnere mich an die vergangene Saison: Da haben wir vor allem bei vermeintlich überlegenen Gegnern, auswärts, unsere stärksten Spiele gemacht. In der Hoffnung, dass wir das wieder schaffen – Euer Clemens

RB Leipzig vs. Werder

Tja, was nehmen wir mit aus dem Spiel gegen Leipzig? Vor allem leider nichts Zählbares. Aber trotzdem waren viele gute Ansätze zu sehen. Bis zum ersten Gegentor, was so natürlich niemals fallen darf, haben wir wirklich gut gestanden in der Abwehr. Dann das Tor; auch noch so kurz vor der Pause… Alles in allem zu einfach! Fakt ist aber auch, dass wir vor allem nach vorne mehr Durchschlagskraft entwickeln müssen. Wir müssen uns mehr Chancen erspielen und dann die Gelegenheiten, die sich uns bieten, auch nutzen. Ohne Leipzig übertrieben loben zu wollen: Dort werden noch ganz andere Mannschaften Punkte lassen. Wir müssen uns ohnehin auf das konzentrieren, was vor uns liegt. Die nächste Aufgabe lautet Freiburg. Da gibt es ein Wiedersehen mit Nils Petersen, auf das ich mich persönlich sehr freue. Aber während der 90 Minuten ruht jede Freundschaft, zumal es für uns um extrem wichtige Punkte. Optimistisch stimmt mich zudem, wenn ich sehe, wie hart unsere Verletzten an ihren Comebacks arbeiten. Die brennen darauf, wieder mit uns auf dem Platz zu stehen. Ich freu´ mich drauf!

Werder vs. Leverkusen

Wenn ihr mich nach meiner Gemütslage fragt: Erleichterung! Der Sieg gegen Leverkusen hat richtig gut getan. Weil wir eine Top-Mannschaft der Liga besiegt haben und weil wir – mit Blick auf die Tabelle – fast schon zum Punkten verdammt waren. Jetzt müssen wir dran bleiben, intensiv arbeiten und weiter Selbstvertrauen sammeln. Und das werden wir brauchen! Nächste Woche müssen wir nach Leipzig fahren. Das ist vielleicht der beste Aufsteiger der vergangenen Jahre. Außerdem freue ich mich auf das Spiel, weil ich, wie ihr sicher wisst, ja auch ein paar sportliche Wurzeln in Leipzig habe und das Stadion nur knapp eine Stunde von Erfurt entfernt ist. Es wird also eine kleine Reise in die Vergangenheit.