Archiv für den Monat: Januar 2016

Werder vs. Hertha

Das Zitat vom „Wunder von der Weser“ will ich zwar nicht unbedingt bedienen. Aber sowas Ähnliches war´s dann doch, was wir gegen die Hertha erlebt haben! Zwei Mal zwei Tore Rückstand ausgeglichen. Und das gegen eine Berliner Mannschaft, die zuletzt lange Zeit nicht mal ein Gegentor zugelassen hat. Tolle, vor allem mentale, Leistung unserer Mannschaft. Und tolle Leistung auch auf den Rängen. Die Atmosphäre in solchen Spielen ist im Weserstadion einfach unvergleichlich. Natürlich hätten wir gern gewonnen, aber auch so bleibt festzuhalten, dass wir im neuen Jahr weiterhin ungeschlagen sind. Vier Punkte aus den ersten beiden Rückrundenspielen sind jedenfalls kein so schlechter Start. Jetzt müssen wir konzentriert weiterarbeiten. Nächste Woche legen wir ja vor: Freitagabend in Mönchengladbach und da werden selbstverständlich Erinnerungen an den DFB-Pokalfight vor Weihnachten wach. Da haben wir bewiesen, dass wir dort bestehen können. Warum also nicht noch mal!?

 

Schalke vs. Werder

So ein Spiel wie gestern Abend wünscht man sich natürlich als Fußballer. Das war ein Tag, an dem einfach Alles gepasst hat. Das macht mich sehr glücklich, denn es war ja nicht nur mein 300. Bundesligaspiel, sondern gleichzeitig auch das erste nach meiner Ankündigung, am Saisonende Schluss zu machen. Und dann dieser Verlauf, Wahnsinn! Meine persönliche Leistung ist aber nur das eine. Das andere ist die Leistung der gesamten Mannschaft und die macht mich zuversichtlich; schließen wir mal die ersten zwanzig Minuten aus. Da müssen wir nachlegen, denn wir haben mal wieder den Start verschlafen. Aber die Moral der Truppe, das 0:1 so wegzustecken, echt überragend! Dazu gratuliere ich den Jungs, denn auf denen lastet ja auch ein heftiger Druck. Der Sieg auf Schalke war jedenfalls immens wichtig, vor allem beim Blick auf die anderen Ergebnisse. Jetzt haben wir ein Heimspiel vor der Brust, in dem wir die Punkte von gestern vergolden können. Das ist eine tolle Chance im Abstiegskampf, die wir natürlich nutzen wollen.

In eigener Sache

Liebe Werder-Fans,
liebe Wegbegleiter,
liebe Freunde,

ich habe mir in den vergangenen Tagen und Wochen ausführlich Gedanken über meine persönliche Zukunft gemacht. Nach reiflicher Überlegung bin ich zu der Entscheidung gelangt, dass ich meine sportliche Laufbahn nach dieser Saison beenden werde. Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, sie ist für mich jedoch unumstößlich. Weder kommt für mich ein letzter Wechsel ins Ausland, noch das Verlängern meines Vertrages in Bremen in Frage. Für mich gab und gibt es nur eine einzige Option: Meine Karriere bei Werder, und damit dem Verein, der meine Karriere am wesentlichsten gekennzeichnet hat, zu beenden.

Wer mich kennt, weiß: Es ist für mich ein Selbstverständnis, dass ich in der anstehenden Rückrunde mein absolut Bestes geben werde, damit Werder die Klasse hält und somit die Basis für wieder erfolgreichere Zeiten geschaffen wird. Aus genau diesem Grund war es aber auch wichtig für mich, vor diesen wegweisenden Monaten eine Entscheidung zu treffen und kundzutun. Damit Werder Planungssicherheit hat.

Ich bin vor wenigen Wochen 35 Jahre alt geworden. Zehn Jahre davon spiele ich nun für Werder Bremen und dabei habe ich alle Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre miterlebt. Der Verein ist mir nicht nur ans Herz gewachsen. Er ist ein wesentlicher Teil meines Lebens geworden. Es ist eine Verbindung entstanden, die sich selbstverständlich auch durch das Ende meiner sportlichen Laufbahn nicht lösen wird. Ich bin mit der Stadt, den Menschen hier und natürlich vor allem dem Verein verwachsen. Es macht mich immer noch stolz, die Werder-Raute auf dem Herzen zu tragen, wenn wir ins Stadion einlaufen. Und doch: Es war mir stets ein Anliegen, das Ende meiner Laufbahn selbst bestimmen zu können. Ein unfreiwilliger Abschied war für mich immer ein Alptraum. Ich möchte, dass mich die Fans als Spieler in Erinnerung behalten, der bis zum Schluss auch körperlich in der Lage war, Alles für diesen wunderbaren Verein in die Waagschale werfen zu können.

Euer Clemens

Trainingslager – Eindrücke

Höchste Eisenbahn, dass ich mal wieder was von mir Hören lasse! Ich hoffe Ihr seid gut ins neue Jahr gekommen und hattet davor ein paar nette Tage über Weihnachten. Ich war bei meinen Eltern in Erfurt und habe dort die freie Zeit genossen. Aber die ist, wie Ihr natürlich wisst, schon vorbei. Wir sind momentan in Belek im Trainingslager und bereiten uns intensiv auf die Rückrunde vor. Die Bedingungen hier passen und es macht, auch wenn es gefühlt meine hundertste Vorbereitung ist, wirklich Spaß mit den Jungs zu arbeiten. Wenn man hier durch die Straßen fährt, hat man das Gefühl, die halbe Bundesliga ist momentan in Belek… In der Galerie hab ich Euch ein paar Eindrücke zusammengefasst. Klickt einfach mal durch!